Wer war Franz Xaver?

Ihren Namen verdankt unsere Stiftung dem heiligen Franz Xaver (1506 – 1552). Er gehörte neben Ignatius von Loyola zu den Mitbegründern der Gesellschaft Jesu. Als erster Missionar des noch jungen Jesuitenordens überschritt Franz Xaver die Grenzen Europas und gelangte über Afrika nach Indien, Südostasien und Japan. Franz Xavers Aufbruch in die Mission entsprach dem apostolischen Ziel des Ordens, flexibel zu all jenen Orten zu gehen, an denen „der größere Dienst für Gott und die größere Hilfe für die Seelen zu erhoff en ist“ (Satzungen Nr. 304).

Bis in das fernöstliche Inselreich Japan gelangte Franz Xaver auf seinen Missionsreisen.

Während seiner missionarischen Tätigkeit stieß Franz Xaver auf für ihn fremde Kulturen und Religionen: in Südindien auf den Hinduismus, im südostasiatischen Archipel auf die dortigen Stammesreligionen und den Islam, im fernöstlichen Inselreich Japan auf verschiedene Richtungen des Buddhismus. Diese Begegnungen lösten allmählich einen Lernprozess aus, der auch in seine Missions­methoden einfloss und von seinen Nachfolgern entfaltet werden sollte.

Obwohl uns aus heutiger Perspektive einige Ansichten Franz Xavers sehr fremd vorkommen mögen, hat er bereits die vier Eckpfeiler im Blick gehabt, auf denen das moderne Missionsverständnis des Jesuitenordens ruht: Dienst am Glauben, Einsatz für Gerechtigkeit, Inkulturation des Evangeliums und Dialog mit den Religionen. An dieser Mission nimmt die Franz-Xaver-Stiftung teil, indem sie durch die Jesuitenmission das weltweite Wirken der Gesellschaft Jesu in Afrika, Asien und Lateinamerika unterstützt.